Weltgesundheitsorganisation

Einwirkung auf soziale Determinanten von Gesundheit zur Verringerung gesundheitlicher Ungleichheiten: Beitrag von Nichtgesundheitssektoren

Die Kommission für soziale Determinanten von Gesundheit wurde 2005 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) einberufen, um Empfehlungen zu geben, wie gesundheitliche Ungleichheiten zu verringern sind. Eine Resolution mit dem Titel „Verringerung gesundheitlicher Ungleichheiten durch Einwirkung auf soziale Determinanten von Gesundheit“ wurde auf der Weltgesundheitsversammlung im Mai 2009 verabschiedet. Unter anderem verlangte die Resolution nachdrücklich, Gesundheit als Faktor bei allen Grundsatzentscheidungen einzubeziehen sowie eine erneute Verpflichtung zu sektorübergreifendem Vorgehen, um gesundheitliche Ungleichheiten zu verringern.

Als Leitfaden für die laufende Diskussion ist ein Papier geplant, das die wesentlichen Prinzipien, Methoden und Strategien zusammenfasst, die die Mitgliedsstaaten berücksichtigen müssen, wenn sie nationale Aktionspläne hinsichtlich der sozialen Determinanten entwickeln, um gesundheitliche Ungleichheiten zu verringern. Als Teil dieses Prozesses veranstaltete die WHO gemeinsam mit der Breuninger Stiftung im September 2010 eine Tagung auf Wasan Island; hier traf sich eine ausgewählte Gruppe von Experten aus verschiedenen Fachbereichen und Ländern. Die Tagung bot ein Forum für eine Diskussion, warum und wie andere Sektoren erfolgreich zum gemeinsamen Vorgehen bei Gesundheitsfragen und gesundheitlicher Gleichheit verpflichtet werden können. Gleichzeitig gab es einen offenen Austausch über die Probleme der intersektoralen Zusammenarbeit, insbesondere im Gesundheitsbereich, und warum intersektorales Vorgehen seine Ziele häufig verfehlt hat. Es ging darum, Prinzipien und Strategien zu definieren, einschließlich notwendiger Prozesse, Hilfsmittel und Strukturen, damit das intersektorale Vorgehen zu positiven Ergebnissen bei gesundheitlichen Ungleichheiten führt, und dabei die unterschiedlichen Mandate, Prioritäten und politischen Ziele der jeweiligen Sektoren in Einklang zu bringen. 

Kontakt: Volker Hann